In deiner Küche: nachhaltig aufbewahren, kochen und genießen

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Ob Kühlschrank, Zubereitung oder Abfall: In so vielen Bereichen des eigenen Haushalts kannst du mit ein paar Tipps voll auf Nachhaltigkeit setzen!

Jemand am Kühlschrank greift nach gemüse
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Energie gespart ist klimasmart

Mal eben einen Topf Nudeln aufgesetzt, eine Pizza gebacken, oder ein Eis aus der Gefriertruhe geholt. Worüber du vielleicht noch gar nicht nachgedacht hast: Der Energieverbrauch deiner Geräte hat einen ganz schön großen Anteil daran, wie klimafreundlich deine Ernährung ist. Wenn du auf Ökostrom setzen möchtest, sollte es ein zertifizierter Tarif sein. Du möchtest mehr zum Thema Ökostrom und den Labels erfahren? Dann kannst du hier weiterlesen

Topf mit kochendem Wasser auf einem Herd
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Strom zu sparen, hilft dem Klima und deinem Konto. Taue dazu deinen Kühlschrank und das Gefrierfach auf jeden Fall regelmäßig ab. Eine dicke Eisschicht erhöht die Stromrechnung. Wenn du dir Haushaltsgeräte anschaffst, achte auf den Energieverbrauch. Die Geräte sind mit einem Energielabel gekennzeichnet, um dich dabei zu unterstützen. Besonders wichtig ist der Stromverbrauch beim Kühlschrank. Bei anderen Geräten ist es oft für Klima und Umwelt besser, gebrauchte Geräte zu kaufen und möglichst lang zu nutzen, auch wenn sie beim Verbrauch nicht ganz so gut abschneiden. Denn hier wird bei der Herstellung die meiste Energie verbraucht. Man sollte dennoch darauf achten, dass die Backofentür beim gebrauchten Ofen dicht ist und Ceranfelder auf dem Herd sind. 
Beim Kochen gibt es ein paar einfache Tipps zum Energiesparen: Nutze den Wasserkocher nicht nur für Kaffee und Tee, sondern auch um Wasser beispielsweise zum Kochen von Nudeln und Kartoffeln heiß zu machen. Das geht schneller und der Wasserkocher benötigt viel weniger Strom. Nutze beim Kochen Deckel, und koche nichts unnötig lang – so bleiben auch die Vitamine im Gemüse besser erhalten. Außerdem sollten Töpfe und Pfannen die richtige Größe für die Herdplatte haben. Verzichte auf Vorheizen, wenn es nicht zwingend nötig ist, und schalte den Backofen oder die Herdplatte früher ab, um die Restwärme zu nutzen. Allgemein braucht der Backofen am meisten Strom, gefolgt von den Herdplatten. Noch sparsamer ist die Mikrowelle und daher besonders geeignet, um etwa Reste aufzuwärmen. Tipps zum Strom sparen im Haushalt findest Du hier. Noch ausführlichere Infos kannst Du auf dieser Seite nachlesen

Kein Essen in den Müll - Respekt, wer nichts verschwendet

Selbst eine nachhaltig produzierte Möhre oder ein Apfel aus deiner Nähe werden zum traurigen Umwelt- und Klimaproblem, wenn sie schlecht werden, bevor du sie isst! Pro Kopf werden in Deutschland im Durchschnitt etwa 75 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weggeworfen. Der Boden, die Energie und das Wasser für die Herstellung werden damit verschwendet. Damit deine Lebensmittel möglichst lange frisch bleiben, solltest du deshalb darauf achten, wie und wo du sie aufbewahrst. Hierzu findest du  hilfreiche Tipps im Lagerungs-ABC der Verbraucherzentrale NRW. Um Zutaten zuhause im Vorratsregal oder Kühlschrank zu lagern, eignen sich Gläser, Edelstahl- und Porzellangefäße besonders gut. Um Kunststoffe zu erkennen und zu bewerten, kann Dir diese Broschüre weiterhelfen. Orientierung gibt dir bei vielen verpackten Produkten das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Bei richtiger Aufbewahrung sind Lebensmittel aber meist auch nach Ablauf des MHD noch länger gut. Was noch lecker aussieht, angenehm riecht und schmeckt, ist weiterhin genießbar. Ausnahme: Bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleisch und Fisch steht  „zu verbrauchen bis…“ auf der Packung. Ist das Verbrauchsdatum erreicht, solltest du ein solches Lebensmittel tatsächlich nicht mehr essen. Der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum ist hier erläutert. Außerdem müssen verschimmelte Lebensmittel entsorgt werden. 

Frau prüft Lebensmittel im Kühlschrank
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Überlege dir beim Einkaufen, wieviel du in den nächsten Tagen verbrauchst und was du noch zuhause hast. Wenn du doch mal zu viel gekauft hast, kannst du Überschüssiges bei einem gemeinsamen Restekochen mit Freunden verwenden oder durch Einfrieren oder Einkochen haltbar machen. Lust auf leckere Resterezepte? Dann klicke hier. Wenn du in einer WG wohnst, lassen sich Lebensmittelabfälle oft auch durch das Teilen mit den Mitbewohner:innen vermeiden. Auch kannst du mit Freund:innen Essen tauschen, das bei dir sonst vielleicht schlecht würde. Wenn deine Sachen gerade niemand in deinem Freundeskreis braucht, bieten Initiativen wie Foodsharing die Möglichkeit, Abnehmer:innen zu finden. Mehr zum Hintergrund von Foodsharing kannst du im Podcast „Nachgehakt“ anhören und viele weitere interessante Links zum Thema nachlesen. 

Take your time – Essen mit Spaß und Genuss!

Sich Zeit für leckeres Essen zu nehmen, kann im Studienalltag herausfordernd sein. Die nächste Vorlesung schließt sich nahtlos an, Instagram ist spannender als dein Müsli und abends wolltest du doch noch eine:n Freund:in anrufen. So isst man dann möglichst schnell und oft nebenbei. Dabei sind Genuss und sich ausreichend Zeit für die Zubereitung und das Essen zu nehmen eine gute Möglichkeit, bewusste Pausen zu machen. Gemeinsam zu kochen macht Spaß, es ist interessant, neue Rezepte auszuprobieren und dabei Zeit mit anderen zu verbringen. Für weniger Stress mit den Mahlzeiten bietet es sich an, größere Mengen auf Vorrat zu kochen und mit Meal Prep für weitere Tage vorzubereiten. Wer selbst kocht, weiß was drin ist, hat die leckere Alternative selbst mit dabei und kann diese entspannt unterwegs genießen. Selbst wenn es mal stressig ist, ist das eingefrorene Essen genauso schnell fertig wie die TK-Pizza und dabei eine gesündere Alternative. Vielleicht hast du ja sogar einen Platz, wo du etwas Essbares anbauen kannst - von Kräutern auf der Fensterbank bis Gemüse auf dem Balkon oder in einem gemeinschaftlichen Garten. Dann macht das Kochen und Essen noch mehr Freude. 

Frau steckt Mann Gabel mit Spaghetti in den Mund
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Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz